Gespräch


Erasmus+: Mobilität zu Lehrzwecken

Die RUB fördert über Erasmus+ auch Gastdozenturen an europäischen Partnerhochschulen (Mobilität zu Unterrichtszwecken (STA)). Gastdozenten sollen durch ihren Aufenthalt die europäische Dimension der Gasthochschule stärken, deren Lehrangebot ergänzen und ihr Fachwissen Studierenden vermitteln, die nicht im Ausland studieren wollen oder können. Nach Möglichkeit sollte dabei die Entwicklung gemeinsamer Studienprogramme der Partnerhochschulen ebenso wie der Austausch von Lehrinhalten und -methoden eine Rolle spielen.

Personalmobilität muss in einem Programmland stattfinden, das nicht das Land der entsendenden Hochschule und nicht das Hauptwohnsitzland der betreffenden Person ist. Zu Lehrzwecken darf Hochschulpersonal der RUB an eine aufnehmende Hochschule mit ECHE gefördert (Outgoing-Mobilität) werden. Lehraufenthalte innerhalb Europas dauern zwischen zwei Tagen und zwei Monaten (jeweils ohne Reisezeiten); das Unterrichtspensum liegt bei mindestens acht Stunden je Aufenthalt bzw. je angefangene Woche.

Folgender Personenkreis kann gefördert werden:

  • Professoren und Dozenten mit vertraglichem Verhältnis zur RUB
  • Dozenten ohne Dotierung
  • Lehrbeauftrage mit Werkverträgen
  • Emeritierte Professoren und pensionierte Lehrende
  • Wissenschaftliche Mitarbeiter
  • Unternehmenspersonal


Leistungen des Programms

Gefördert werden Reisekosten und Aufenthaltskosten bis maximal zwei Wochen gemäß nach Zielländern gestaffelten EU-Stückkosten.

- Erstattung von Fahrtkosten
- Erstattung von Aufenthaltskosten
- Sonderzuschüsse für Geförderte mit Kindern
- Sonderzuschüsse für Geförderte mit Behinderung

Die finanzielle Förderung von Erasmus-Mobilitäten zu Unterrichtszwecken oder zur Fortbildung orientiert sich an den unterschiedlichen Lebenshaltungskosten in den Zielländern („Programmländer“). Es gelten einheitliche Tagessätze für die Förderung durch deutsche Hochschulen:

- Gruppe 1: 160 Euro am Tag für Dänemark, Großbritannien, Irland, Niederlande, Schweden
- Gruppe 2: 140 Euro am Tag für Belgien, Bulgarien, Finnland, Frankreich, Griechenland, Island, Italien, Liechtenstein, Luxemburg, Norwegen, Österreich, Polen, Rumänien, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn, Zypern
- Gruppe3: 120 Euro am Tag für Deutschland (Incomer), Litauen, Malta, ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Portugal, Slowakei, Spanien
- Gruppe 4: 100 Euro am Tag für Estland, Kroatien, Lettland, Slowenien


Zu diesen Tagessätzen kommen Fahrtkosten in Abhängigkeit von realen Distanzen zwischen Ausgangs- und Zielort der Mobilität, die europaweit einheitlich mit einem Berechnungsinstrument ermittelt werden.

Erstattet werden, je Aufenthalt und in Abhängigkeit von der Distanz, folgende Beträge:

100 km – 499 km mit 180 EUR
500 km – 1.999 km mit 275 EUR
2.000 km – 2.999 km mit 360 EUR
3.000 km – 3.999 km mit 530 EUR
4.000 km – 7.999 km mit 820 EUR
8.000 km und mehr mit 1.100 EUR

Bewerbung und Formalitäten

So nehmen Sie an dem Programm teil:

  • Füllen Sie das "Mobility Agreement" aus und reichen es im International Office ein.
  • Nach der Bewilligung der Mittel durch das International Office unterzeichnen Sie das "Grant Agreement".
  • Nach dem Aufenthalt reichen Sie eine Bestätigung der Gasthochschule (Confirmation of Stay) ein und füllen innerhalb von 30 Tagen nach Ende der Mobilitätsphase eine EU Survey-Online-Umfrage aus.

Tipps und Infos

Die Mobilität zu Lehrzwecken kann auch für ganz neue Erasmus+-Partneruniversitäten in Anspruch genommen werden. Vor Reiseantritt muss dafür ein bilaterales Abkommen geschlossen werden. Auch die Förderung von Lehraufenthalten europäischen Unternehmenspersonals an deutschen Hochschulen ist über die ERASMUS+ Mobilität zu Lehrzwecken möglich.


Mehr Informationen

Mehr Informationen finden Sie auf den Seiten der Nationalen Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit im DAAD:

Formulare

STA Mobility Agreement 2017-18   (261.5 kB)

STA Confirmation 2017-18   (87.1 kB)

STA Bericht 2017-18   (101.5 kB)

Ansprechpartnerin

Bärbel Klaffke